Junge Migranten besuchen die Villa ten Hompel

„Wenn man in Deutschland leben möchte, muss man die
Geschichte des Landes kennen“, das betonten die Kursteilnehmer des
Jugendintegrationskurses der WERKSTATT FÜR BILDUNG UND KULTUR e.V. zum
Abschluss eines Seminars in der Erinnerungsstätte „Villa ten Hompel“.

Großes Interesse zeigten sie an der Ausstellung über die
deutsche Verantwortung für NS-Verbrechen in der Vergangenheit. Intensiv tauschten
sie sich über die Folgen von Gewaltherrschaft und Krieg aus – schmerzliche
Erfahrungen, die einige Teilnehmer aus ihren eigenen Kulturkreis selber kennen.
Spannende Impulse brachte auch die Debatte zwischen Polen und Deutschen zum
Umgang mit Opfern des Ost-West-Konflikts und der europäischen Teilung.
Im Rahmen des Projektes „Vom Rand in die Mitte“,
begleiteten die Initiatoren Ilda Mutti und Irmgard Weber die Kursteilnehmer mit
ihren beiden Dozentinnen diesmal in die Villa ten Hompel. Unterstützend zu den
Integrationskursen, die auf den Sprachtest und die Einbürgerung vorbereiten,
entdecken die Teilnehmer ihre (neue) Stadt Münster. Gemeinsame Besuche des
Stadtmuseums, des Theaters, von Kunstausstellungen und Führungen von Migranten
selbst – all das sind Unternehmungen, um sich kulturell und historisch in der
Stadt zu orientieren. Möglich wurde das Projekt mit Kooperationspartnern aus
Kultur und Politik der Stadt Münster.
Großes Lob sprachen die Teilnehmer dem Team der Villa ten
Hompel für die herzliche und intensive Betreuung aus.